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Erzgebirge

Lage: Das Erzgebirge erstreckt sich zwischen Sachsen und Böhmen als natürliche Grenze und umfasst eine Fläche von etwa 6000 Quadratkilometern. Der deutsche Teil befindet sich im südlichen Sachsen, ebenso die zweithöchste Erhebung, der Fichtelberg mit etwa 1215 Metern Höhe, während der mit 1244 höchste Berg Keilberg etwas weiter südlich in Tschechien liegt.

Landschaft im Erzgebirge

Erzgebirge
Bildnachweis: Wikipedia | GNU-Lizenz für freie Dokumentation

Als Teil der europäischen Mittelgebirgsschwelle ist das Erzgebirge etwa 150 Kilometer lang und 40 Kilometer breit. Es wird aus geomorphologischer Sicht in West-, Mittel- und Osterzgebirge unterteilt, die durch die Täler von Schwarzwasser und Zwickauer Mulde getrennt sind.
Während das Osterzgebirge vor allem durch seine ausgedehnten, langsam ansteigenden Hochflächen geprägt ist, sind die Höhen in im Mittel- und Westteil des Gebirges kleiner und werden in verschiedenen Richtungen von Tälern durchschnitten. Den Kamm des Gebirges bilden eine Abfolge von Hochflächen und Einzelbergen.

Von eher bizarrer Gestalt sind die bei Geyer vorzufindenden Greifensteine. Diese sind bis zu 30 Meter hohe Granitklippen, die durch Verwitterung auf einem Höhenrücken entstanden. Im Greifensteingebiet können diese besichtigt und bestiegen werden - von der Aussichtsplattform ergibt sich ein einzigartiger Panoramablick über fast das gesamte westliche Erzgebirge.

Auch das Georgenfelder Hochmoor ist eine landschaftliche Besonderheit, die teilweise auf Knüppeldämmen durchwandert werden kann. Das Moorgebiet steht seit den 1920-er Jahren unter Naturschutz und hat als natürlicher Wasserspeicher eine fundamentale Bedeutung für den Wasserhaushalt der Umgebung.

Historische und kulturelle Sehenswürdigkeiten im Erzgebirge

Die nahegelegenen Städte Zwickau, Chemnitz und Dresden haben natürlich ihr ganz eigenes kulturelles Angebot. Doch auch das Erzgebirge selber hat durch seine historische Signifikanz einiges zu bieten.

Überregional bekannt etwa sind die erzgebirgisches Weihnachtsbräuche. Die traditionelle Volkskunst äußert sich zu dieser Zeit unter anderem in der Herstellung von Räuchermännchen, Weihnachtspyramiden, Nussknackern, Schwibbögen, Bergmanns- und Engelsfiguren. Die traditionell stattfindenden Christmetten oder auch die oft unter Tage abgehaltenen Mettenschichten locken jedes Jahr zahlreiche Besucher in die Region.

Die erzgebirgische Küche zeichnet sich zwar zum einen durch die Einfachheit ihrer Zutaten, zum anderen aber auch durch ihre kulinarische Kreativität aus. So entstanden hier zum Beispiel die Kartoffelpuffer, die es in unzähligen Variationen, ob süß oder deftig, als Fratzen, Klitscher oder Heidelbeergetzen.

Seit einigen Jahren bewirbt sich die Montanregion Erzgebirge außerdem um den Status als Weltkulturerbe.

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