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Hunsrück

Lage: Das Hunsrück ist ein Teil des Rheinischen Schiefergebirges und liegt in Rheinland-Pfalz, eingegrenzt von Mosel und Rhein. Im Süden schließen sich der Binger Wald, der Soonwald und der Lützelsoon an, im Südwesten der Idarwald, Hochwald und der Wildenburger Kopf. Das Untere Naheland zählt dagegen noch zum Hunsrück.

Landschaft im Hunsrück

Hunsrück
Foto: Nikanos | Bildnachweis: Wikipedia | Creative-Commons-Lizenz

Im Kern besteht der Hunsrück aus der Hunsrückhochfläche und der Simmener Mulde. Geomorphologisch teilt der Hunsrück viele Charakteristika mit Eifel, Taunus und Westerwald, die ebenfalls zum Rheinischen Schiefergebirge gehören. Die Landschaft des Mittelgebirges lässt sich grob unterteilen in die bewaldeten Höhenzüge (Soonwald, Idarwald, Hochwald) und die landwirtschaftlich genutzten Flächen, die meist unterhalb der Höhenrücken liegen. Neben Ackerbau wird hier, gerade in den eingeschnittenen Bachtälern, Viehzucht betrieben. Zu den größten dieser Bäche gehören der Simmerbach, Kellerbach, Hahnenbach, Guldenbach und Baybach, deren Hänge denen der Flüsse Rhein, Mosel, Nahe und Saar durch ihren Niederwald oftmals stark ähneln.

Das Mittelgebirge erreicht an seinem höchsten Punkt mit dem 816 Meter hohen Erbeskopf.

Der Hunsrück beheimatet zudem eine große Biodiversität. Im Soonwald beispielsweise gibt es etwa 850 Arten von Farnen und Blütenpflanzen, viele davon sind in anderen Regionen kaum oder gar nicht zu finden.
Auch die Tierwelt ist sehr stark ausgeprägt im Hunsrück: Nicht nur zahlreiche Spechte, Raub- oder Singvögel können hier beobachtet werden, sondern auch der seltene Schwarzstorch. Neben Rehen, Rot- und Schwarzwild treten außerdem vereinzelte Wildkatzen auf. Die seltene Mopsfledermaus und der Feuersalamander kommen ebenfalls vor.

Historische und kulturelle Sehenswürdigkeiten im Hunsrück

Während einer ausgiebigen Wanderung empfiehlt sich ein Besuch der Burg Waldeck in Baybachtal oder des Schloss Dhaun, eigentlich eine mittelalterliche Ritterburg. Doch in vielen Orten gibt es historische Ortskerne und auch Schloss- bzw. Burgruinen. Von der historischen Industrie der Region zeugt das besuchbare Kupferbergwerk bei Fischbach/Nahe.

In Morbach gibt es darüber hinaus ein Telefonmuseum, in Neuerkirch ein kulturhistorisches Museum, in dem landwirtschaftliche Geräte und Maschinen ausgestellt werden und die dörfliche Wohnkultur vergangener Jahrhunderte dargestellt wird.

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