Ostfriesische Inseln
Lage: Die Ostfriesischen Inseln bilden eine etwa 90 Kilometer lange Reihe vor der niedersächsischen Küste bzw. der Ostfriesischen Halbinsel. Zwischen den Inseln und dem nur bis zu 10 Kilometer weit entfernten Festland befinden sich ausgedehnte Wattbereiche, nördlich der Inseln erstreckt sich dann die Nordsee. Bewohnte Inseln sind Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog, Wangerooge und Borkum, die gleichzeitig die größte der Inseln ist. Neben diesen bewohnten Inseln gibt es noch zahlreiche kleinere, unbewohnte Inseln.
Landschaft der Ostfriesischen Inseln

Foto: Rolf van Melis | Bildnachweis: Wikipedia | Creative-Commons-Lizenz
Die Ostfriesischen Inseln bilden einen bedeutenden Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Dieser wurde 1986 eröffnet und umfasst weiterhin noch Watten und Seemarschen, insgesamt also 278.000 Hektar. Der Nationalpark gehört seit 2009 zusammen mit dem Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und dem niederländischen Wattenmeer zum UNESCO-Weltnaturerbe.
Das Landschaftsbild auf den Inseln unterliegt den Naturgewalten ihrer Umgebung - auf der Nordseeseite gibt es Sandstrände, während auf der zum Festland gewandten Seite die Salzwiesen dominieren, die einen fließenden Übergang zum Watt bilden. Im Inselinneren findet man verschiedenartige Dünenbildungen.
Bezüglich der Entstehung der Ostfriesischen Inseln favorisieren viele Wissenschaftler heute die so genannte "Platen-Hypothese", nach der die Inseln allein durch Sedimentierung aus dem Meer entstanden, aber keine Geestkerne wie die Nordfriesischen Inseln besitzen.
Die Abstände zwischen den Inseln werden Seegatten genannt: durch sie strömt das Wasser im Rhythmus der Gezeiten an den Inseln vorbei ins Watt und wieder zurück, was hier zu sehr starken Strömungen führen kann.




