Sauerland
Lage: Der überwiegende Teil der Mittelgebirgsregion Sauerland befindet sich im Südosten Nordrhein-Westfalens, einige Ausläufer reichen jedoch bis nach Hessen. Im Westen schließt sich das Bergische Land an das Sauerland an, im Süden das Siegerland bzw. das Wittgensteiner Land, im Osten der Ostsauerländer Gebirgsrand und im Nordosten das Eggegebirge und die Paderborner Hochfläche.
Die größte Stadt im Sauerland ist Iserlohn.
Landschaft im Sauerland
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Foto: SteveK | Bildnachweis: Wikipedia | GNU-Lizenz für freie Dokumentation
Das Sauerland bildet zusammen mit dem Siegerland, Upland, dem Bergischem Land und Wittgensteiner Land sowie einigen kleineren weiteren Regionen das Süderbergland. Dieses wiederum ist Teil des Rheinischen Schiefergebirges und schließt einige um 600 Meter hohe Mittelgebirgszüge ein.
Mit der Bezeichnung Hochsauerland wird in der Regel jedoch das Rothaargebirge gemeint, das höchste der verschiedenen Gebirge und Höhenzüge des Sauerlands, dessen höchster Berg Langenberg gleichzeitig auch die höchste Erhebung des Sauerlands ist. Weitere Gebirgszüge sind die Saalhauser Berge, das Ebbegebirge, das Lennegebirge und der Arnsberger Wald.
Aufgrund seiner vielen Gipfel wird das Sauerland auch Land der tausend Berge genannt. Seine Erscheinung zeichnet sich durch Buchen- und Fichtenwälder, zahlreiche Stauseen und einige Fließgewässer aus. Seit den 1960-er Jahren bestehen hier unter anderem der Naturpark Arnsberger Wald und der Naturpark Rothaargebirge.
Zu schützende Arten gibt es im Sauerland reichlich: Aufgrund des außergewöhnlichen Bergklimas kommen hier einige seltene Tier- und Pflanzenarten vor. Zum besonderen Erhalt der Vogelarten Raubwürger, Neuntöter und Braunkehlchen wurde das Europäische Vogelschutzgebiet Medebacher Bucht eingerichtet.
Im nördlichen Teil der Region gibt es einige Kalksteingebiete mit Karsthöhlen. Einige von ihnen wurden zu Schauhöhlen ausgebaut und können besucht werden, so auch die Atta-Höhle in Attendorn, eine der größten Deutschlands. Von geologischer Relevanz sind außerdem die Bruchhauser Steine, eine außergewöhnliche Felsformation auf dem Istenberg, und das Felsenmeer in Hemer, ein Gebiet, das wahrscheinlich durch tertiäre Höhlenbildung und deren Einsturz durch den Bergbau entstand.
Historische und kulturelle Sehenswürdigkeiten im Sauerland
Zwischen der Grafschaft Mark und dem Erzbistum Köln stehen bis heute noch einige Burgen. Die Burg Altena zum Beispiel wurde früher als Stammburg der Grafen von der Mark genutzt, stellte später aber die Räumlichkeiten für die weltweit erste Jugendherberge bereit. Die Burg Klusenstein, die auf einem Felsen des Hönnetals steht oder die heutige Ruine der Burg Eversberg wurden ebenfalls zur gräflichen Bewachung errichtet.
Ein weiteres historisches Bauwerk ist Schloss Arnsberg, das jedoch im Verlaufe des Siebenjährigen Krieges bis auf die Grundmauern zerstört wurde. Schloss Bruchhausen in Olsberg oder das Wasserschloss Melschede in Sundern dagegen sind heute noch erhalten und können teilweise besichtigt werden.
Eine der bekanntesten Kirchen Wetfalens ist die St.-Blasius-Kirche in Balve, eine romantische Hallenkirche.
Die wirtschaftliche und industrielle Entwicklung des Sauerlandes wird vor Ort in zahlreichen Museen und Ausstellungsorten dargestellt; so zum Beispiel im Erlebnisbesucherbergwerk Ramsbeck in Bestwig und in der Historischen Fabrikenanlage Maste-Barendorf in Iserlohn. Weiterhin befinden sich in der Region die ältesten Hochofenanlagen Deutschlands, die Wendener Hütte und die Luisenhütte Wocklum. Die Märkische Museums-Eisenbahn verkehrt zwischen Herscheid und Plettenberg.